Rad-Schul-Weg-Projekt Birkenwerder

 

Rad-Schul-Weg-Projekt Birkenwerder

Wie sicher sind Schulwege? Ein Pilotprojekt in Birkenwerder

 

Tino Hack (12) meistert den Verkehrssicherheitsparcour
Tino Hack (12) meistert den Verkehrssicherheitsparcour © Matthias Busse

Viele Schülerinnen und Schüler fahren mit dem Rad zur Schule. Aber wie sicher sind ihre Schulwege eigentlich? Wie erleben die Jugendlichen selbst den Weg zur Schule? Und wie können die Radwege verbessert werden? Diese Fragen werden im Rahmen des 2019 gestarteten Projektes „Rad-Schulwege in Birkenwerder“ geklärt. Das vom ADFC Birkenwerder initiierte Projekt wird gemeinsam mit der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule und der Gemeinde Birkenwerder durchgeführt. Als vierter Kooperationspartner begleitet das Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg des IFK an der Universität Potsdam das Projekt wissenschaftlich und dokumentiert den Verlauf, um es zukünftig allen weiterführenden Schulen in Brandenburg zur Verfügung zu stellen. Die TU Dresden hat 2020 das Projekt in seine Evaluierung aufgenommen um es mit Bundesweiten Projekten in einen Bewertungsmaßstab zu integrieren. Ziel ist ein Kriterienkatalog für Radfahrprojekte für Kinder dieser Altersgruppe anhand dessen sie beschrieben und beurteilt werden können.

Wie wird das Projekt umgesetzt? Möchte man etwas für die Jugendlichen erreichen, müssen die Jugendlichen beteiligt und befragt werden. Die Schüler der 8. Klasse der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in Birkenwerder dokumentierten hierzu bereits vor den Sommerferien ihren täglichen Schulweg und legten die Gefahren und Probleme offen, denen sie dabei regelmäßig begegnen. Die auf diese Weise gewonnen Erkenntnisse werden genutzt, um Empfehlungen zur Verbesserung der Infrastruktur zu formulieren. Wie der fachliche Planungsprozess zur Umsetzung solcher Vorschläge funktioniert, wurde den Jugendlichen eindrucksvoll vom Klimaschutzbeauftragten der Stadt Birkenwerder erklärt.

Ein Höhepunkt des Projekts an der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule war der Fahrrad-Aktions-Tag am 26. August 2020.  Hier sollen die Schülerinnen und Schüler der neuen siebten Klassen optimal auf ihren Schulweg vorbereitet werden. Im Mittelpunkt steht die sichere und nachhaltige Teilnahme am Straßenverkehr mit dem Fahrrad. Den Jugendlichen wird an zahlreichen Stationen gezeigt, dass ein selbstständig gestalteter Schulweg mit dem Fahrrad Spaß macht, wenn man – neben den Verkehrsregeln – einige Grundregeln berücksichtigt: Sei aufmerksam! Sei sichtbar! Schütze dich!

Andreas Blaschke, Sprecher des ADFC Birkenwerder, freut sich: „Auch in diesem Jahr ist es gelungen, viele Unterstützer zu gewinnen. Projekte wie dieses sind sehr wichtig, denn sie erwirken eine Veränderung der Prioritäten in der Lokalpolitik und den zuständigen Verwaltungen. Dies zeigt sich aktuell in den Vorgaben zum Mobilitätskonzept. Hier heißt es Maßnahmen für die Schulwegsicherung sind zu erstellen. Mit guten Radwegen zur Schule motivieren wir die Generation von morgen zu einer gesunden nachhaltigen Mobilität.“ Die Mitarbeiter des Netzwerks Verkehrssicherheit Brandenburg betonen: „In den letzten Jahren ist im Land Brandenburg leider die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Kinder und Jugendlichen gestiegen. Das Projekt in Birkenwerder ist ein wichtiger Baustein, diesen Trend wieder umzukehren. Wir verfolgen weiterhin das Ziel der ´Vision Zero´ und hoffen daher, dass das Projekt zeitnah an möglichst vielen Schulen etabliert werden kann.“

Verkehrsstaatssekretär Rainer Genilke: „Das Fahrrad nimmt einen immer höheren Stellenwert im Individualverkehr ein. Das hat sich auch in den vergangenen Monaten während der Corona-Krise gezeigt. Wir wollen das unterstützen und haben die Förderbedingungen für den Um- und Ausbau von Radwegen verbessert. Damit setzen wir die Radverkehrsziele der Landesregierung aus dem Koalitionsvertrag um. Für viele Schülerinnen und Schüler ist das Fahrrad ein täglicher Begleiter auf dem Weg zur Schule. Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche sicher unterwegs sind und unterstützen daher Aktionen wie den Fahrrad-Aktions-Tag in Birkenwerder. Für eine sichere Teilnahme am Verkehr haben wir Helme und reflektierende Materialien als Preise für die teilnehmenden Kinder zur Verfügung gestellt.“

Module die zur Verwendung kommen, sind folgende.

Aktion

Inhalt

Methode

Workshops

Verkehr & Kopf schützen

Verkehrsschilder, verkehrssicheres
Fahrrad, StVo. Rad, Vorfahrtsregelung
Meinungsbild Helm, Kopfverletzung  bei Fahrradunfall

Innerhalb einer Doppelstunde mit einer 7. Oder 8.Klasse
Quiz-Show, 4-Ecken
Video

Workshops

Bürgerbeteiligung,
Planungsprozesse  
in Behörden

 

Innerhalb einer Doppelstunde mit einer 7. Oder 8.Klasse
Vortrag durch  
Fachreferenten

Lehrerschulung
Ziel, Erkundung der Schulwege
mit Schüler*innen qualifiziert durch Lehrer durchzuführen

theoretischen Teil, was ist (rechtlich/organisatorisch/pädagogisch) zu beachten
Besprechung von Gefahrenstellen Unfallhäufungsstellen
Präsentation des Frage- und Radweg-Erkundungsbogens

praktischer Teil,
Erkundungstour und Fragebogen
2) „Unterwegs mit Fahrradgruppen“
3) „Sensibilisierung von Schülern
zu Risiken beim Radfahren“

Schulung theoretischen Teil, Buss Berater Schwerpunkt Verkehrserziehung, Mobilität
praktischer Teil, Schulung ADFC OG, Vorstellung  ausgewählter Straßenknotenpunkte für die Radweg-Erkundungstour

Schulwegbefragung

Erfassung des Mobilitätsverhaltens
der Schüler und von Hinweisen
bezüglich der Schulweges

Fragebogen  
Behandlung im Unterricht,
digitalen  Befragung zum Fahrradaktionstag mit allen 7. Klassen 155 SuS

Radwegerkundung

Jeweils 5bis7 SuS fahren in Begleitung eines Betreuers 4 oder 5 Straßenknotenpunkte an und untersuchen diese anhand eines Erkundungsbogens

Innerhalb eines Schulprojekttages mit einer 7. Klasse
Fahrrad-Tour mit  
Hilfe eines Erkundungsboges inkl. Entsprechender Kartenausschnitte

Fahrradaktionstag

1) Toter Winkel (Polizei) u. Verhalten am Unfallort (Jugendfeuerwehr)
2) Fahrrad Konditionstraining, (ADFC)  
3) Verkehrswissen (Netzwerk)
4) Schülerstation  
5) Ablenkung u Verkehrsübungen
(Verkehrswacht)
6) Workshop Stadtradeln

Schulprojekttag aller 7. Klassen
155 SuS
u. a. Peer-Group-Prinzip
(die 9. Klasse
betreut die Siebtklässler)

 

Die ADFC-Ortsgruppe Birkenwerder setzt sich seit ihrer Gründung aktiv für mehr Fahrradfreundlichkeit in der Kommune ein.

2019, Großer „Fahrradaktionstag“ an der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule

Nun hatten die Akteure den Wunsch, ein nachhaltiges Fahrradprojekt an der örtlichen Regine-Hildebrandt-Gesamtschule zu etablieren, um die Sicherheit der Rad fahrenden Schüler zu erhöhen und die Radwegführungen zur Schule zu verbessern. Dafür suchten sie sich starke Partner und entstanden ist das Kooperationsprojekt „Rad-Schulwege in Birkenwerder“, bei dem die Gemeinde Birkenwerder, die Regine-Hildebrandt-Gesamtschule, das Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg sowie der ADFC Birkenwerder aktive Kooperationspartner sind. Das Projekt ist langfristig angelegt und hat für Brandenburg Pilotcharakter, da es die Altersgruppe der 12 bis 16-Jährigen anspricht. Deshalb wird es durch das Netzwerk wissenschaftlich begleitet und unterstützt, mit dem Ziel, eine modulare Projektvorlage für weitere Akteure in Brandenburg zu entwickeln.
Im vergangenen Schuljahr fanden bereits Workshops zu den Themen „Fahrradsicherheit und Verkehrssicherheit“ und „Planungsprozesse in Behörden“ sowie eine intensive praktische Erkundung der Rad-Schulwege statt, bei der kritische Stellen durch die Schüler aufgezeigt wurden. Die Ergebnisse werden ausgewertet und fließen in das Verkehrskonzept der Gemeinde Birkenwerder ein.
Auch das neue Schuljahr startet mit einem Workshop für die inzwischen neunte Klasse zum Thema „Helm tragen und Kopf schützen“.

Außerdem wird am 28. August 2019 ein großer „Fahrradaktionstag“ für die neuen siebenten Klassen durchgeführt.
Der Aktionstag ist zeitgleich Auftakt für das Projekt „Stadtradeln“ in Birkenwerder. An dem Tag erhalten die Kooperationspartner zusätzlich Unterstützung durch die Revierpolizei und die Verkehrswacht Oranienburg e. V. sowie das Radteam Borgsdorf. Somit werden neben Themen der Verkehrssicherheit auch sportliche Elemente und Koordinationsübungen Bestandteil des Aktionstages sein. Die Schüler der Klasse neun werden an den Stationen unterstützen und auch selbst eine Station organisieren, an der u. a. gezeigt werden soll, wie man kleinere Wunden (beispielsweise nach einem Sturz) verbindet.

Interessierte und Fahrradfreunde sind herzlich eingeladen, sich an dem Tag von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr über das Projekt zu informieren.

2019, Mai, Erkundungstag mit Schulwegbefahrung durch eine achte Klasse der Regine-Hildebrandt-Gesamtschulen

Am 14. Mai 2019 erkundeten Schüler der achten Klasse der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule Birkenwerder gemeinsam mit Akteuren des ADFC Birkenwerder e.V. sowie Mitarbeitern der Gemeinde Birkenwerder und des Netzwerks Verkehrssicherheit Brandenburg im Rahmen des Kooperationsprojektes „Rad-Schul-Weg-Birkenwerder“ ihre Schulwege. Das Projekt hat zum Ziel, die Schulwege auf Fahrradfreundlichkeit und Fußgängerfreundlichkeit zu überprüfen sowie Mängel in der Verkehrssicherheit aufzuzeigen.

Die Kooperationspartner ADFC Birkenwerder e.V., die Gemeinde Birkenwerder, das Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg und die Regine-Hildebrandt-Gesamtschule haben sich gemeinsam das Ziel gesetzt ,die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Planungsprozessen zu fördern. Deshalb werden die Ergebnisse der Erkundung nach der Auswertung in das aktuelle Verkehrskonzept der Gemeinde Birkenwerder einfließen.

Um die Schüler auf die Erkundung vorzubereiten, führten die Aktionspartner bereits zwei Workshops in der Klasse durch, in denen sie die Schüler auf die Themen „Planung“, „Fahrrad“ und „Verkehrssicherheit“ vorbereiteten. Weitere Workshops zu den Themen „Klimaschutz“, „Kopf schützen“ sowie ein großer Fahrradaktionstag an der Schule sind fürs kommende Schuljahr geplant. Insgesamt setzt das Projekt nicht auf Kurzfristigkeit, sondern die Kooperationspartner möchten langfristig mit Schülern an der Schule arbeiten.

Das Projekt wurde auf Initiative der erst seit 2018 bestehenden Ortsgruppe des ADFC Birkenwerder ins Leben gerufen. Die Ortsgruppe setzt sich intensiv für mehr Fahrradfreundlichkeit und sichere Wegführungen in Birkenwerder und Umgebung ein und wird durch den Klimaschutzbeauftragen Birkenwerders unterstützt. Bei den Verantwortlichen der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule, in der es schon länger eine Fahrrad-AG und eine kleine Selbsthilfewerkstatt gibt, stieß man ebenfalls auf offene Ohren, das Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg unterstützt intensiv bei der Organisation und bringt Erfahrungen aus ähnlichen Projekten ein.

Für Brandenburg hat das Projekt Pilotcharakter und wird deshalb vom Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg (angesiedelt beim Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung e.V. an der Universität Potsdam - IFK e.V.) wissenschaftlich begleitet und dokumentiert. Die Dokumentation soll als Basis für ein Brandenburg weites Präventions- und Beteiligungsprojekt für Schüler der Altersgruppe zwischen 14 und 16 Jahre dienen und allen Interessenten kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Als Grundlage diente das in den Jahren 2016 und 2018 in Hohen Neuendorf erfolgreich durchgeführte Projekt „Kleine Adler für sichere Schulwege“, welches mit Schülern der Klasse 6 durchgeführt wurde und positive Effekte in der Schulwegsicherheit zum Ergebnis hatte.

https://birkenwerder.adfc.de/neuigkeit/rad-schul-weg-projekt-birkenwerder

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Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 190.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.

    Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen. Lesen Sie in unserem Grundsatzprogramm mehr über die Ziele und Forderungen des ADFC – und werden Sie Mitglied in der weltweit größten Zweiradgemeinschaft.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrenden ein.

    Für Sie hat die ADFC-Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Radwelt Informationen zu allem, was Sie als Rad fahrenden Menschen politisch, technisch und im Alltag bewegt. Nutzen Sie als ADFC-Mitglied außerdem vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied? Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular.

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht.

    Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung. Ein rotes Rücklicht und ein weißer Frontscheinwerfer sind vorgeschrieben. Die Beleuchtung kann batteriebetrieben sein und muss tagsüber nicht mitgeführt werden. Sie muss aber dann einsatzbereit sein, wenn die Sichtverhältnisse Licht erforderlich machen. Für den Straßenverkehr zugelassen ist Beleuchtung nur mit dem Prüfzeichen des Kraftfahrtbundesamts (eine Wellenlinie, Großbuchstabe K und fünfstellige Zahl). Damit Radfahrenden auch seitlich gesehen werden, sind Reflektoren in den Speichen oder Reflexstreifen an Reifen oder Felge vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO vorgeschrieben sind.

  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.

    Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

    Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

  • Was ist der Unterschied zwischen Schutzstreifen und Radfahrstreifen? Und was ist ein Radweg?

    Die Infrastruktur für das Fahrrad nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden. Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher mit dem Auto befahren werden. Radfahrstreifen hingegen sind mit einer Linie durchgängig auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autofahrenden nicht befahren werden. Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubten Parken schützen.

    Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden. Eine Benutzungspflicht darf aber nur angeordnet werden, wenn es die Verkehrssicherheit erforderlich macht. Behindern Blätter, Schnee oder andere Hindernisse Radfahrende auf Radwegen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Mehr zur Infrastruktur für den Radverkehr erfahren Sie hier.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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  • Wo bekomme ich Radkarten?

    Mit fast 3 Mio. verkauften Exemplaren gehören die ADFC-Radtourenkarten weltweit zu den Bestsellern unter den Fahrradkarten. Sie haben einen praktischen Maßstab (1:150.000) und sind mit Hilfe von versierten ADFC-Scouts entstanden, die die Bedürfnisse von Radreisenden verstehen und die Strecken buchstäblich erfahren haben. Die 27 ADFC-Radtourenkarten für Deutschland haben wir durch besonders spannende und beliebte Radregionen wie den Gardasee oder Mallorca ergänzt. Außerdem finden Sie eine Vielzahl von ADFC-Regionalkarten (Maßstab 1:75.000) im Buchhandel, in vielen ADFC-Infoläden und direkt beim Bielefelder Verlag BVA (Tel.: 0521/59 55 40, E-Mail: bestellung@bva-bielefeld.de) oder bequem auf www.fahrrad-buecher-karten.de.

  • Wo finde ich vom ADFC empfohlene Musterkaufverträge für Fahrräder?

    Ganz gleich, für welches Fahrrad Sie sich entscheiden: Ein schriftlicher Kaufvertrag kann vor dem Hintergrund eventueller Reklamationsansprüche oder sonstiger Gewährleistungsfragen hilfreich sein. Das gilt umso mehr, wenn Sie sich für ein Gebrauchtrad entscheiden sollten. Deshalb haben wir hier eine Vorlage für einen Musterkaufvertrag für Gebrauchträder zusammengestellt, die Ihnen helfen kann, böse Überraschungen zu vermeiden.

    Zum Musterkaufvertrag des ADFC für Gebrauchträder kommen Sie, wenn Sie unten auf "Weiterlesen" drücken.

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